15.01.2018 (pm) Oberbürgermeister wirft positiven Blick auf Konstanz

Oberbürgermeister Uli Burchardt gab beim Bürgerempfang im Bodenseeforum eine erste Standortbestimmung zum neuen Jahr: „Viele Dinge in Konstanz laufen gut. Mir macht die Arbeit mehr Freude als je zuvor."

Einen guten Eindruck, wo die Stadt aktuell steht, vermittelte zum Start ein stimmvolles Video gespickt mit wissenswerten Zahlen und Fakten rund um Konstanz. Mit Fotos aus seinem Smartphone-Archiv blickte OB Burchardt auf das Jahr 2017 zurück. In seiner Rede streifte er die wichtigsten Konstanzer Themen, Wohnen, Verkehr und Wirtschaft und gab einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Stadt. Dabei sparte der Oberbürgermeister auch das Thema Bodenseeforum nicht aus und ging auf das höhere Defizit als ursprünglich geplant ein. „Was wir jetzt brauchen, ist ein bisschen Geduld und harte Arbeit, dann haben wir auch Erfolg", ist der OB vom Erfolg des Veranstaltungshauses an diesem für Konstanz perfekten Standort überzeugt.

Die städtischen Finanzen Stadt Konstanz sind mit rund 15 Millionen Euro im Plus. Neue Schulden sind nicht vorgesehen. Für Investitionen stehen 2018 rund 43 Millionen Euro bereit. Zu den größten Maßnahmen in 2018 gehören unter anderem die Generalsanierung der Geschwister-Scholl-Schule und die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Hafner (+ 935.000 Euro). Weiteres wichtiges Thema ist der Bau der neuen Anschlussunterbringung in der Bücklestraße (+ 300.000 Euro). Als wichtiger Baustein der gelungenen Integration von geflüchteten Menschen in Konstanz hob der OB das gute Miteinander in der Nachbarschaft hervor.

Beim Verkehr komme die Stadt vorwärts. Die Belastung habe im Vergleich zu 2016 bereits messbar nachgelassen, so OB Burchardt. Zur Verkehrsberuhigung und besseren Steuerung hat das Baudezernat kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen entwickelt. Mit der Umsetzung wurde bereits begonnen. Unter anderem sollen außerhalb der Innenstadt Parkhäuser gebaut und mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot an die Altstadt angebunden werden. Zu den mittelfristigen Maßnahmen gehört das C-Konzept mit der Sperrung des Bahnhofsplatzes, wodurch die Altstadt vom Verkehr entlastet und gleichzeitig aufgewertet werden soll. Mit den Arbeiten dafür wurde 2017 am Rheinsteig begonnen. Als langfristige Maßnahmen werden verschiedene Alternativen geprüft. Dazu zählen S-Bahn in die Schweiz, Seilbahn und Wassertaxi.

Beim Thema Wirtschaft geht es in erster Linie um die Verfügbarkeit von Flächen und das Thema Fachkräfte. Dabei geht es intelligentes und ressourcenschonendes Wachstum. Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit und wenig Flächenverbrauch. Noch in diesem Jahr soll das Handlungsprogramm dem Wirtschaftsausschuss und dem Gemeinderat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt werden. Beim Thema Landeplatz hofft der OB auf einen Kompromiss. Vorstellbar wäre, Teile der Fläche für Gewerbe bereitzustellen und den Flugplatz zu erhalten.

Beim Thema Wohnungsbau, so OB Burchardt, „hilft nur bauen, bauen, bauen". Konstanz ist und bleibt Schwarmstadt. Da ergehe es der Stadt nicht anders als Freiburg, Karlsruhe oder Heidelberg. Bis 2035 sind mit der Entwicklung des neuen Stadtteils Hafner 7.900 neuen Wohnungen geplant. Die gute Nachricht: Dieser Bedarf könne mit dem vorhandenen Flächenangebot gedeckt werden so OB Burchardt: „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen". Das Programm beinhaltetet Wohnraum für Preissegmente, darunter 25 Prozent für den sozialen Wohnungsbau und 50 Prozent im mittleren Preissegment.

Das Konziljubiläum geht ins Finale und war laut OB Burchardt eine lohnende Investition, wie das mediale Echo auf den fünfjährigen Veranstaltungsreigen zeige. Ohnehin helfe beim Blick auf die eigene Stadt gelegentlich die Rückmeldung von außen und das „Große und Ganze" zu betrachten. So sei das Feedback, das die Stadt Konstanz von Landesebene oder von Spitzenverbänden bekomme, durchweg positiv, berichtete der OB: „Die Resonanz lautet: Wir machen hier in Konstanz einen richtig guten Job."

Die stetige Entwicklung und der Wandel in vielen Bereichen bringen es mit sich, dass Konstanz stetig sein Gesicht verändere. Dennoch versprach der OB, den Charakter der Stadt zu zu erhalten und zu schützen.

Konstanz ist vor allem eine Stadt in der sich viele Menschen engagieren. Dieses Engagement würdigte die Stadt mit einer Ehrung beim Bürgerempfang. Unter dem Programmpunkt „!" wurden dieses Jahr Hans Peter Kratzer, Frozan Malika Amim und Ute Munz für ihre Verdienste in den Bereichen Fasnacht, Integration und Sport geehrt. Im Rahmenprogramm unterhielten das Vokalensemble der Jazz- und Rockschule Konstanz sowie die Wushu Taichi Akademie aus den e „Konstanzer Welten" das Publikum.

(Pressemitteilung Stadt Konstanz)

Imperia, (c) Foto: Wolfgang Flick, Konstanz, Germany
Imperia, (c) Foto: Wolfgang Flick, Konstanz, Germany
 
 
 

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